Donnerstag, 14. Januar 2010

Auf Wiedersehen!

Liebe Freunde und Kommilitonen aus der ganzen Welt

Die Zeit zum Aufbrechen ist doch schneller gekommen als erwartet. Morgen schon geht es nach Hause. Ich bin begeistert von Kalifornien und von den Freunden, die ich hier kennen lernen durfte. Ich konnte viel sehen und erleben und habe hunderte Erinnerungsfotos auf meiner Festplatte - nicht nur auf dem Computer. Auch wenn der Abschied schwer fällt, es war eine geniale Zeit. Deshalb heißt es auch „Goodbye Party“ und nicht Trauerfeier. Diese Woche habe ich versucht nochmal so viele Leute wie möglich zu sehen, um auf Wiedersehen zu sagen. Ich habe fest vor wieder zu kommen. Das habe ich sogar versprochen ;-)

Caesars Palace ist ein klassisches Themenhotel am Las Vegas Strip

Die vergangenen Tage war ich wirklich viel beschäftigt. Noch bis Dienstag hatte ich den Mietwagen und dieser ermöglichte es mir Sophia die Gegend zu zeigen und nach ihrem Abflug mit Freunden durch die Landschaft zu gurken. Unser größter Trip führte uns nach Las Vegas, dieser Traumstadt in der Wüste. Von Los Angeles ist man 4 Stunden mit dem Auto unterwegs und überwindet 1000 Höhenmeter. Das alles, um in der Hauptstadt der Unterhaltung und des Glückspiels anzukommen. Der Ort ist so verrückt, dass der schwerreiche Dubai Trust an einem Hotelprojekt in Vegas fast pleite gegangen ist. Ob in Arabien oder Amerika, Öldollars versickern gerne im Wüstensand. Ist jedenfalls spannend sich das mal aus der Nähe anzuschauen.

Die Lichter von Los Angeles vom Griffith Observatorium gesehen

Los Angeles werde ich vermissen, doch freue ich mich auf Familie und Freunde in Deutschland. Ich habe die Straßen von LA überlebt, bin mit dem Zug quer durch die USA gefahren, habe neue Freundschaften geschlossen und ziemlich gute Noten in Fullerton kassiert. Doch das habe ich nicht alleine geschafft. Gott hat mir tolle Menschen zur Seite gestellt und mich durch getragen. Ich möchte mich auch ganz besonders für all eure Post, lieben Grüße und Gebete bedanken. Jetzt geht’s bald ab in den Flieger … Wir sehen uns in der Heimat! Euer Simon

Samstag, 9. Januar 2010

Schwester ade

Am Freitag habe ich meine Schwester an den Flughafen gebracht, da es für sie nach zehn Tagen USA wieder nach Hause ging. In der vergangenen Woche haben wir zusammen aber noch viel erlebt. Von höchster Wichtigkeit war eine Tour durch diverse Shopping Malls und Ladenzeilen. Jetzt nach Weihnachten kann man da das ein oder andere Schnäppchen machen. Zu den bekanntesten Einrichtungen in Sachen Einkaufen gehört die Luxus-Meile „Rodeo Drive“ in Beverly Hills. Da konnten wir aber selbst im Ausverkauf nicht zuschlagen. Sophia hatte aber ihren Spaß – könnt ihr sie im Schaufenster von Prada ausmachen (siehe oben)? Im guten, alten Farmer's Market von Los Angeles haben wir eher etwas gefunden und uns ein Stück Blaubeerkuchen gegönnt. Neben der Einkaufskultur Amerikas, haben wir aber in Los Angeles auch noch wahre Kunst zu sehen bekommen.

Mit dem Mietauto ging es hinauf zum „Getty Center“, das hoch über Los Angeles liegt. Von dort hat man einen Blick über die ganze Stadt und die Villen auf den umliegenden Hügeln. Neben dem Sonnenuntergang haben wir dort Gemälde von Monet und Photographien von Irving Penn bestaunen können. Das Getty Center beherbergt neben einem Museum für Skulpturen, Gemälde und Photographie, auch Institute auf den Gebieten Restaurierung und Ausbildung von Museumspersonal.

Auf unserer Entdeckungstour durch Los Angeles stießen wir außerdem auf den Ort der Filmkunst. Auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood haben wir nach Stars auf der Straße und unter unseren Füßen Ausschau gehalten. In den Straßenbelag eingebettet liegen aufgereiht die Sterne der Stars. Auch die Handabdrücke von Marylin Monroe sind uns nicht entgangen. Vom „Kodak Theater“, in dem die Oscars verliehen werden, kann man den Hollywood-Schriftzug sehen (siehe Foto). Das ist doch was für's Fotoalbum. Diese Woche werde ich meine Abschiedstour fortsetzen und Land und Leuten Tschüss sagen.

Samstag, 2. Januar 2010

Happy New Year!

Der Flugzeugträger "Midway" und die Kadetten Sophia und Simon

Zurück aus Minnesota habe ich mich auf den Besuch meiner Schwester gefreut. Doch ihr Aufenthalt in Kalifornien sollte verzögert werden. Von Frankfurt kommend sollte sie über Houston nach Los Angeles fliegen. Ihren Anschlussflug verpasste sie allerdings und musste stundenlang in Houston auf dem Flughafen warten, bis sie auf eine Maschine mit einem verfügbaren Sitzplatz umgebucht werden konnte. Zu guter Letzt erreichte sie Los Angeles, wurde allerdings am nächsten Morgen von Sprühregen begrüßt. Das nennt man, denke ich, Vorführeffekt. Aber auch dieses Problem haben wir in den Griff bekommen und haben seit Donnerstag wieder blauen Himmel und 25°C. So kann man doch das neue Jahr begrüßen. Dafür haben wir uns ins sonnenverwöhnte San Diego aufgemacht, um mit Kommilitonen aus Fullerton zu feiern. Die Party war Teil einer christlichen Studentenkonferenz in einem Resort Hotel am Stadtrand von San Diego. Das war sehr spaßig und ich konnte Sophia meine Freunde aus der Universität vorstellen.

Ein schläfriger Koala im wunderschönen San Diego Zoo

Wenn man schon mal in San Diego ist, sollte man die Chance nutzen und die Stadt näher kennen lernen. Ich finde, es ist eine der Schönsten in Kalifornien. Der Hafen gefällt mir besonders gut (siehe Foto ganz oben). Uns auch nicht entgehen lassen wollten wir den berühmten Zoo. Dieser ist u.a. für seine Pandabären bekannt. Mit einer Seilbahn kann man von einem Ende des Tiergartens zum anderen fahren und hat einen tollen Ausblick über die Gehege und Ausstellungen. Auf einer Bustour durch den Park wurden uns die wertvollsten Tiere im Zoo von einem Tierpfleger vorgestellt. Darunter sind neben den Pandas auch die Koalas, die Orang-Utans und Elefanten. Die einzelnen Lebensräume der Tierarten sind sehr schön dargestellt. Der Zoo, mit seinen ausgedehnten Gehegen, gleicht einem Dschungel mit großen Bäumen. Auf mehreren Ebenen kann man den Park erleben: Auf Höhe der Baumkronen, zwischen dem Geäst oder am Boden eines Canyons. Das hier ist der erste Zoo, in dem ich Rolltreppe gefahren bin.

Sophia genießt den Sandstrand von Newport Beach

Zum ultimativen Erlebnis in „Southern California“ gehört natürlich das Strandleben, worauf sich Sophia am meisten gefreut hat. Gerne zeige ich ihr die Orte am Meer, die mir gut gefallen. Neben Oceanside am Donnerstag, sind wir heute mit dem Bus nach Newport Beach gefahren. Da war sie nicht mehr zu bremsen, die Schuhe aus und ab ans Wasser. Als Schmankerl durften wir einer Schule Delphine und einem Seelöwen zusehen. Ich glaube, Houston ist schon fast vergessen und Sonne, Strand und Meer sorgen für Urlaubsstimmung. Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2010 und Gottes Segen!