Im Archiv: The Fullerton Connection. Zwischen dem 24. Juli 2009 und dem 15. Januar 2010 habe ich ein Auslandssemester in den USA absolviert. Als Austauschstudent kam ich an die California State University in Fullerton. Dieser Blog dokumentiert meine Erlebnisse in Amerika und den Segen, den Gott für mich in Kalifornien bereithielt. Eine tolle Zeit!
Mittwoch, 4. Juli 2012
Bachelor Thesis
Nach Karlsruhe zurückgekehrt begann ich im März 2012 mit dem letzten Semester meines Bachelorstudiums. Neben der Abschlussarbeit standen noch fünf Kurse an, die jeweils eine Studienarbeit beinhalteten. Es war also viel zu tun. Im Fach „Architekturkommunikation“ organisierte unser Semester eine vierteilige Vortragsreihe. Dieses Jahr standen die Veranstaltungen unter dem Motto „BerufsLEBEN“. Architektinnen aus verschiedenen Berufssparten berichteten über ihren Lebensweg und die Vereinbarkeit von Familie und Karriere. Meine Gruppe bereitete die Thesen für die moderierten Diskussionsrunden vor. Fachliches gab es in den Lehrveranstaltungen „Baumanagement“ und „Kostenplanung“. Beides Kategorien, für die Bauingenieure und Architekten in den letzten Jahren in Verruf gekommen sind. Nicht zuletzt ist der Prestigebau
„Elbphilharmonie“ ein Synonym für Kostenüberschreitung und Baumängel. Davon konnte ich mir in Hamburg selbst ein Bild machen und hatte daher ausreichend Anschauungsmaterial für die Theorie im zurückliegenden Semester. Leider ist das Interesse an Architektur in den breiten Medien solange gering, bis es dann zu Problemen bei Großprojekten kommt. Das ist gerade in Deutschland zu bedauern. Ein Grund mehr sich bei der Planung anzustrengen. Auch der Gesetzgeber setzt die Latte hierzulande immer höher. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist zwischenzeitlich derart verschärft, dass sie Architekten zu extremen Lösungen zwingt. Grundsätzlich ist es aber sinnvoll Gebäude energetisch zu sanieren oder Entwürfe so anzupassen, dass Energie eingespart werden kann. Dafür gab es dieses Sommersemester den Kurs „Energieeffizientes Bauen“. Und dann müssen die aufwendig geplanten Gebäude noch eines – stehen bleiben. Kein Problem, denn im Fach „Tragwerkslehre“ wird für das nötige Verständnis gesorgt. So bekommt man an der Hochschule Karlsruhe eine weitgefächerte Ausbildung. Um das Bachelorstudium zum Abschluss zu bringen, fehlt nur noch die Thesis. Auf Grund all der Studienarbeiten in den beschriebenen Kursen, hatte ich erst ab Anfang Mai Zeit, mich auf die Abschlussarbeit zu konzentrieren. Zur Auswahl standen drei Grundstücke in Karlsruhe, die jeweils an einer Brandwand langen. Eine Brandwand ist eine fensterlose Giebelwand, die ein Stück über das Dach gezogen wird. Mit ihrer Hilfe soll im Brandfall der Feuerüberschlag von einem Haus zum anderen verhindert werden. Eine solche Wand galt es zu bespielen. Mein Entwurf (siehe oben) sah ein interdisziplinäres Bildungszentrum in der Karlsruher Weststadt vor. Direkt an der Sophienstraße gelegen sollte ein Aushängeschild für die Hochschule Karlsruhe geschaffen werden. Zu meinem Projekt fertigte ich Pläne, baute Modelle und modellierte das Gebäude am Computer. Das fertige Werk wurde von mir am 26. Juni vor einer Jury aus Professoren unserer Hochschule präsentiert. Mit der bestandenen Prüfung kann ich mich nun Bachelor of Arts nennen und bin dankbar für das erfolgreich abgeschlossene Studium.
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