Sonntag, 11. Dezember 2011

Frohe Weihnachten

Hamburg hat sich für die Festtage herausgeputzt. Die Kaufhäuser entlang des Jungfernstiegs leuchten um die Wette, die Wasserfontaine auf der Binnenalster ist durch einen Weihnachtsbaum ersetzt und auf den Plätzen der Stadt tummeln sich die Menschen an Ständen mit Glühwein und Gebäck. Natürlich sind auf einem hanseatischen Weihnachtsmarkt auch die Fischbrötchen nicht weit. Doch richtig stimmungsvoll wird es erst, wenn der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten über dem Rathausmarkt anschwebt. Das passiert streng nach Zeitplan und mehrmals am Tag. Von Stahlseilen gehalten geht es wie mit einer Seilbahn über Buden und geschmückte Tannen hinweg. Die Kinder jauchzen vor Freude und der bärtige Mann winkt wie die Königin von England aus seinem Schlitten heraus. Wer ein richtiger Weihnachtsmann ist, hat viel zu tun in diesen Tagen des Advents.

Die Binnenalster mit Christbaum und der erleuchtete und prächtig geschmückte Jungfernstieg
Doch vergessen wir vielleicht bei all den blinkenden Lichterketten und dem Trubel in den Kaufhäusern den Sinn von Weihnachten? Mir kommt es oft so vor. Ich selbst schob mich letzten Samstag mit tausenden anderer Einkaufswütigen durch Hamburgs Geschäfte und hatte noch nicht einmal einen Blick für das, was direkt Rechts und Links von mir geschah. Die Adventszeit, die zur Besinnung und zur Vorbereitung auf das Kommen Jesu Christi gedacht war, ist wohl zum betriebsamsten Monat in Deutschland geworden. Und ob jetzt das Christkind kommt oder doch nur der Weihnachtsmann anschwebt, ist uns doch eigentlich egal. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr (nach Lukas Kapitel 2). Das Licht kam in die Nacht unserer Welt an jenem Tag, der heute Weihnacht heißt. Von daher haben die Lichterketten doch eine tiefere Bedeutung. Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!