Meine erste Woche an der Uni in Fullerton ist schon vorüber und ich bin dankbar, wie alles gelaufen ist. Die Kurse zu denen ich mich im Vorfeld angemeldet habe, finden alle statt und ich bin nirgends auf der Warteliste. Meine Fächer sind „Engineering Surveying“ (Vermessungskunde), „Surveying Lab“ (die dazu gehörige Praxis), „Mechanics of Materials“ (Statik und Materialkunde), „Cities & Nature“ (Einflüsse der Urbanisierung), „American Government“ (Politik). Die Klassenstärke variiert von 40 Studenten in „Cities & Nature“ zu 150 in „American Government“. Alle Fächer habe ich zweimal wöchentlich und der Unterricht läuft schon auf Hochtouren. Die ersten Hausaufgaben musste ich Donnerstag abgeben. Auch gibt es in jedem Fach ein großes Projekt bzw. schriftliche Ausarbeitungen und bis zu 4 Prüfungen. Der Prüfungsstoff setzt sich aus den Vorlesungen und, unabhängig davon, aus unserem Lesestoff zusammen. Mit der Sprache klappt es sehr gut. In den technischen Fächer allerdings, muss ich manche technischen Fachbegriffe nachschlagen. Einer der Professoren ist indischer Herkunft und der Akzent macht es einem da nicht gerade leichter. Ich kann mich aber über die Professoren wirklich nicht beklagen. Womit ich mich aber noch anfreunden muss, sind die englischen Maßeinheiten. Wobei das metrische System auch in den USA eine wichtige Rolle spielt.
Ein Dinner für internationale Studenten bei einer örtlichen Kirche
Eine tolle Einrichtung ist die einmal wöchentlich stattfindende „International Coffee Break“. Mittwochmittags gibt es die Möglichkeit internationale Studenten wieder zu treffen, die sonst über den ganzen Campus verstreut sind. Auch unsere Ansprechpartner aus der Administration sind dabei und man kann sich ganz ungezwungen unterhalten. Mit meinen Kommilitonen bin ich schon mal soweit in Kontakt, dass wir schon eine Lerngruppe ins Leben gerufen haben – jeden Mittwoch und Freitag. Außerdem habe ich Bekanntschaft mit einigen christlichen Studenten gemacht und es ist schön, wie einen der gemeinsame Glaube verbindet. Hier auf dem Campus gibt es Bibelgespräche und andere christliche Aktivitäten, wie es auch andere Clubs gibt. Einige der ethnischen Gruppen haben z.B. Clubs und vom obligatorischen Schachclub bis zu Sportfreunden jeglicher Art, kann man sich nach Vorlesungsschluss weiterhin gut beschäftigen. Und wenn man einfach nur gemütlich eine Tasse Kaffee trinken will, dann kann man das bei Starbucks direkt auf dem Campus tun. Für den sportlichen Ausgleich gibt es ein s.g. „Recreation Center“, das ein kleines Schwimmbad im Freien, mehrere Sporthallen und ein Fitnessstudio auf zwei Stockwerken beinhaltet. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen, zumal der Zugang für Studenten kostenlos ist.
Die Rauchschwaden zeugen von den Feuern in den Bergen
Eine Abkühlung im Schwimmbad ist echt manchmal nötig. Gerade durchleben wir hier im Süden Kaliforniens nämlich eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40°C. Ende August ist meist die heißeste Zeit des Jahres. In den Bergen gab es bereits die ersten kleineren Wald- und Buschbrände. Die Kalifornier nehmen es beton gelassen.
Von wegen Feuer: Ich wohne ja in Anaheim und hier gibt es das weltweit erste Disneyland, das in den 1950er Jahren eröffnet wurde. Jeden Abend um 21:30 Uhr kann ich mich raus vor das Haus stellen und deren gigantisches Feuerwerk bewundern. Das hat schon was!
Ja, es gibt echt viel zu erzählen, wenn alles neu ist und man dabei ist eine fremde Umgebung zu entdecken. Mehr poste ich nächte Woche.
Bis dahin viele Grüße aus OC California! Euer Simon
Lieber Simon!
AntwortenLöschenDas klingt alles rundrum spannend und es freut mich, wie sehr es Dir gefällt. Danke für die ausführlichen berichte, die wir hier in Köln sehr interessiert verfolgen. melde Dich doch auch als Leser bei meinem blog an :-)
http://gruenes-licht.blogspot.com/
Liebe Grüße in den Westen von Mary-Ann