So wie es für den Winter Zeit wurde Deutschland in einen Eisschrank zu verwandeln, wird es für mich bald Zeit die Metropole an der Elbe zu verlassen. Doch wie die kalte Jahreszeit mit Schnee und Eis daherkommt, sind auch meine letzten Tage mit einigen Höhepunkten gespickt. Da schneit mal ein netter Besuch vorbei und auch meine Eltern samt Schwester haben es nach Hamburg geschafft. Nun erwischt mich am Ende meines Praktikums eiskalt der Abschied. Bis ich allerdings meine Sachen packe, wird noch einiges passieren. Vor allem möchte ich meine Freunde noch einmal sehen. Als Praktikant im Denkmalschutzamt werde ich meine Projekte und Arbeitsaufträge abschließen und das erfordert die eine oder andere Überstunde. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mir in der Behörde gut gefällt und ich viel lernen kann. Die Frage ist, ob ich all das Wissen später anwenden kann. Vom Aufmessen historischer Fenster bis zur Gebührenordnung der Freien und Hansestadt Hamburg reichen meine Aufgabenfelder. Wer will schon ein Fachidiot werden, kann ich nur sagen und kann es mir vorstellen, später in einer Behörde zu arbeiten.
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| Familienbesuch: Mein Vater rechts und meine Schwester links von mir in Hamburgs HafenCity |
In meiner Freizeit und besonders an den Wochenenden sind da ganz andere Dinge angesagt. Nach dem Motto „wenn ich schon mal in Hamburg bin“, besuche ich Sehenswürdigkeiten, die mir bisher entgangen waren. Die ganze Stadt neu erleben kann ich, weil zugefrorene Fleete und Eisschollen, die auf der Alster treiben, die Anmutung Hamburgs verändert haben. Besonders hinter Glas und mit einer heißen Schokolade kann ich mich dieses Anblicks erwärmen. Trotz Kälte habe ich es vor ein paar Tagen nach Lübeck geschafft, das mit dem Zug in nur 50 Minuten zu erreichen ist. Die alte Hafenstadt an der Trave stand ganz oben auf meiner Liste, der Pflichtausflüge. Das Holstentor, auch bekannt durch eine Euro-Sondermünze, und die gotische Marienkirche haben den Abstecher bezahlt gemacht. Aber nicht nur an Backsteingebäuden hängt mein Herz, sondern auch an neuen Freunden, die ich hier im Norden kennen lernen durfte. Der Abschied wird mir nur dadurch erleichtert, dass gute Freunde aus der Heimat zu Besuch kommen und ich auch von Solchen in zwei Wochen mit nach Hause genommen werde. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sage ich Tschüss Hamburg und Hallo Baden!
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