Samstag, 12. September 2009

Amerika Herbst 2009

















Fun-Fact 1: Von ehemals 27.000 Hektar Orangenplantagen in Orange County, sind heute nur 30 Hektar erhalten.

Fun-Fact 2: Auf dem Campus meiner Uni gibt es im Freien stehende, öffentliche Mikrowellen für alle, die den Food Court nicht mögen.

Fun-Fact 3: Zum Trocknen der Badesachen gibt es in den Umkleiden eine Art Zentrifuge. Badehose rein in die Schleudertrommel und nach wenigen Augenblicken fertig.


















Fun-Fact 4: Auch in Amerika stehe ich meistens in der letzten Reihe ;-)

Am Freitag gedachte Amerika der Anschläge des 11. September 2001. Schon die ganze Woche über war auf Halbmast geflaggt und es wurde an die Opfer und an die Helden der Ereignisse von vor 8 Jahren erinnert.

Bei uns an der Universität fand das alljährliche Wohltätigkeitskonzert statt. Aus gegebenem Anlass stand die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto „Patriotismus“. Wer an einem Tisch direkt vor der Bühne sitzen mochte, der bezahlte und fütterte so die Spendenkasse. Für alle anderen, die nicht an einem solchen Tisch saßen, war das „Concert Under the Stars“ kostenlos. Das Bühnenprogramm wurde von den Musik- und Theaterstudenten von Cal State Fullerton gestaltet. Ihr Repertoire reichte von der obligatorischen Nationalhymne, über Dixieland Jazz, bis hin zur West Side Story. Diese Studenten sind echt super; einige von ihnen waren schon bei großen Produktionen wie „The Lion King“ mit auf der Bühne. Als großes Finale gab es ein farbenfrohes Feuerwerk. Der Abend hat mir gut gefallen und ich habe viele deutsche Studenten wiedergetroffen. Das Büro für internationale Studenten sorgte, großzügig wie immer, für reichlich Essen und Getränke. So war das Ganze ein riesen Picknick mit sehr amerikanischen Musikeinlagen. Wahrscheinlich war ich der einzige Europäer, der sich an diesem Abend nicht darüber beschwert hat, dass man hier in der Öffentlichkeit kein Alkohol trinken darf. Andere Länder, andere Sitten.

Außer den Knallkörpern von unserem Feuerwerk, erschütterte ein ganz anderer Schlag den Himmel über Kalifornien. Das Spaceshuttle Discovery war nach 13-tägigem Aufenthalt in der Erdumlaufbahn auf dem Weg nach Hause. Die Raumfähre wurde, wegen schlechtem Wetter über Florida, auf einen Militärflughafen östlich von Los Angeles umgeleitet. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre durchbrach der Shuttle die Schallmauer und das macht Krach. Zum Zeitpunkt, als der Knall zu hören war, war ich noch nicht so gut informiert und hab erst mal meine Umgebung sondiert. In jedem Fall ist die Schüssel sicher gelandet und sie haben meines Wissens auch nichts im Weltraum vergessen. Zum Glück ist mein Semester auch ohne Spaceshuttle ein Kracher.

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