Samstag, 5. September 2009

Labor Day Weekend

Auch wenn ich mich hier sehr wohlfühle, müsst ihr noch keine Angst haben, dass ich mich von Deutschland zu sehr entfremde. Das kann ich so sicher sagen, weil mich immer wieder Leute als deutsch identifizieren. Ich kann nicht genau sagen warum, aber manche leiten es von meiner Kleidung ab, andere begründen es mit meiner Körpergröße und wieder andere führen es auf ihren Gesamteindruck von mir zurück. An meinem Akzent scheint es jedoch nicht zu liegen. Man bescheinigt mir eine super Aussprache. Wobei man mich auch schon als Iren erkannt haben wollte – das sehe ich aber mal als Kompliment.

Meine irischen Freunde jedenfalls konnte ich auf dem „International Street Fair“ in der Stadt Orange besuchen. Jedes Jahr am ersten Wochenende im September findet dort, im Herzen von Orange County, ein Straßenfest der Kulturen statt. Es gibt Musik aus allen Teilen der Welt und die Nationalspeisen der verschiedenen Länder. Es ist eigentlich ein Fest der Einwanderer und das macht es umso spannender. Jede Volksgruppe präsentiert ihre alte Heimat. Deutschland war mit Weizenbier und Bratwürsten vertreten, die Dänen mit süßen Leckereien, Norwegen mit Handwerkskunst und nicht zuletzt meine Iren mit Folkmusik. Bei den Griechen war die Stimmung allerdings am Besten. Eine Band spielte zum Tanz auf und kräftige griechische Mamas forderten zum Ringelreihen auf. Natürlich waren auch asiatische Länder vertreten. Wir waren in einer Gruppe aus internationalen und amerikanischen Studenten auf dem Fest (siehe Photo oben).

Nächste Woche erwartet mich an der Uni mein erster Test im Fach „American Government“. Meine Professorin in diesem Fach ist sehr erfreut, einen Europäer in ihrem Kurs zu haben. So darf ich immer bestätigen, welche Unterschiede es in den politischen Systemen beiderseits des Atlantiks gibt. Eine Sache wäre z.B. das Zwei-Parteien-System in Amerika, dass uns Deutschen völlig fremd ist.
Ansonsten versuche ich mich zu motivieren, dass ich fleißig meine Hausaufgaben mache und ich mit dem Lesestoff vorankomme. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel mehr Arbeit ist, als in Karlsruhe an der FH. Da ist es echt super, schon eine Lerngruppe zu haben – so kann man sich gegenseitig aushelfen. Die Lernbedingungen hier sind generell super. In der Bibliothek z.B. gibt es für jeden Fachbereich Ansprechpartner, die einem bei Verständnisproblemen jeder Zeit weiterhelfen können. So müsste ich die Prüfungen ja hinbekommen, zumal die Hälfte der Fragen Multiplechoice-Aufgaben sind.

Am Montag ist Labor Day und das bedeutet schulfrei und ein schönes verlängertes Wochenende. Da müsste ich es eigentlich mal wieder an den Strand schaffen. Bei uns ist unveränder jeden Tag Sonnenschein und 30°C. Wünsche euch in Deutschland einen schönen Sonntag und sage danke für euer Interesse an meinem Blog!

1 Kommentar:

  1. Du siehst richtig happy und "fesch" aus (die etwas längeren Haare stehen Dir gut)! Grüße aus dem kühlen Köln, Mary-Ann

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