Sonntag, 6. Dezember 2009

Es Weihnachtet Sehr

Obwohl schon diesen Dienstag meine erste Abschlussprüfung ansteht, komme ich doch so langsam in Weihnachtsstimmung. Beim Lernen höre ich in letzter Zeit im Radio einen Sender, der rund um die Uhr Weihnachtslieder spielt, und nichts anderes. Außerdem sind viele Innenstädte und Wohnhäuser überreich geschmückt. Einige Städte, wie auch Fullerton und Brea hier in Orange County, haben an den Wochenenden Weihnachtsmärkte mit Ständen regionaler Restaurants und Geschäfte und vor den Kirchen und Rathäusern finden öffentliche Konzerte statt. Das ist wirklich nett und Dank Wirtschaftskrise fallen die Dekorationen dieses Jahr nicht ganz so übertrieben aus. In Newport Beach wurde der Tannenbaum von 30 Metern im letzten Jahr auf nur 12 Meter in diesem Jahr reduziert. Auf dem Foto (siehe oben) ist Downtown Brea mit Weihnachtsbaum und von Lichterketten funkelnden Plamen zusehen. Immernoch recht prächtig. Plamen und Weihnachten passen nach meinem Gefühl allerdings noch nicht ganz zusammen – wobei dem Klima in Bethlehem ähnlich. Was ich sehr schön finde, sind die Krippendarstellungen in den Schaufenstern vieler Läden. Da wird einem doch warm ums Herz und die Prüfungen verlieren etwas vom ihrem Schrecken. Morgen geht es mit dem Final im Fach „Engineering Surveying“ los. Prüfungsstoff ist alles, was man zum Bau eines Highways berechnen muss. Die Wegführung, das Volumen der Erdarbeiten und die Berechnung von Kurven gehöhren mit dazu.

Jetzt möchte ich aber lieber wieder über Weihnachten in Orange County schreiben: Am Sonntag war ich mit Freuden in der berühmten Crystal Cathedral von der die „Hour of Power“ ausgestrahlt wird, die man sich sonntags auch im deutschen Fernsehen anschauen kann. In der Vorweihnachtszeit wird hier nicht nur gepredigt, sondern auch ein gewaltiges Weihnachtsspiel auf die Bühne gebracht. Die Geburt von Jesus Christus als Gottes Sohn wird in „The Glory of Christmas“ gebührend gefeiert. Das Bühnenbild alleine ist ein Kustwerk und überrascht in seinen Dimensionen. Über den Weiden und Ortschaften von Galiläa und Judäa spannt sich ein wunderschöner Sternenhimmel. Während sich der Weihnachtsstern auf seiner Bahn langsam auf Bethlehem zubewegt, erscheint den Hirten ein Engel des Herrn, die Weisen aus dem Morgenland machen sich auf ihren Weg und König Herodes wird ganz wild. Zu den Besonderheiten gehört, dass echte Tiere bei dem Stück mit dabei sind. So reiten die Römer hoch zu Ross, die Hirten führen Schafe und Ziegen auf die Weide und die Sterndeuter reisen auf dem Rücken von echten Kamelen. Zwischen den Szenen werden wie in einem Musical Weihnachtslieder und Tänze vorgetragen. Die Engel schweben dabei an Seilen hängend durch den grossen Raum über den Zuschaürn. Der Abschluss, bei dem sich Könige und Hirten um die Krippe versammeln, ist ein buntes Finale voller Spannung. Die Seitenwand der gläsernen Kirche wird geöffnet und ein Schweinwerfer strahlt hell in die Nacht hinaus und kündet von Jesu Geburt. Der himmlische Chor singt Hallelujah. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Ein Nachtrag zum Global Climate Summit: http://calstate.fullerton.edu/news/Inside/2009/students-attend-global-climate-summit.html

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