Mittwoch, 21. Oktober 2009

The Golden State

Einen lieben Gruß an alle treuen Blog-Leser! Heute möchte ich euch in einem kleinen Rundumschlag berichten, welche Ausflüge ich in der letzten Tagen gemacht habe. Sollte es einem z.B. im Flachland zu langweilig werden, gibt es immer noch die Foothills, eine Bergkette nahe am Meer, die parallel zur Küstenlinie verläuft. Genau dahin hat es uns letztes Wochenende verschlagen. Wir waren eine Gruppe aus Studenten, die wir uns von der „International Christian Fellowship“ kennen. Unsere Ziel war ein Tal bei Oak Glen, dass für seine Apfelplantagen bekannt ist (siehe Foto oben). Der Oktober ist optimal für ausgedehnte Spaziergänge im Freien, weil kein Hitzschlag mehr droht. Die Berge und Obstwiesen sind ein schöner Anblick, wenn auch hier und da Berghänge von vergangener Waldbrandaktivität zeugten. Zu einem Picknick sind wir auf eine Apfelfarm gefahren und haben uns frischgepressten Apfelsaft schmecken lassen.

Nach einer Dosis ländlicher Idylle, musste ein kleiner Stadtbummel in San Diego für Ausgleich sorgen. Dorthin hat es mich am Dienstag verschlagen. Das schöne ist, dass einen Amtraks Surfliner von Anaheim direkt nach Downtown San Diego befördert (siehe Foto über diesem Abschnitt). Der „Surfliner“ ist ein Zug, der stündlich auf der Strecke zwischen Los Angeles und San Diego verkehrt. Die zweitgrößte Stadt Kaliforniens hat eine quirlige Innenstadt mit dem „Gaslamp Viertel“ und seinen Restaurants, der Messe und der Hafenpromenade. Der Hafen selbst ist mit der Stadt verwachsen und befindet sich in einer ausgedehnten Bucht, in der auch die US-Navy einen Stützpunkt unterhält. Dort ist ein Teil der Flugzeugträgerflotte beheimatet. Außerdem hat San Diego einen historischen Bezirk, dessen Gebäude sehr von der spanisch-mexikanischen Besiedelung um 1800 geprägt sind. So dicht an der mexikanischen Grenze habe ich mich mittags natürlich mit einem schönen Burrito, einer gefüllten Teigrolle, gestärkt. Damit der Belag das nächste Mal noch mehr meinen Erwartungen entspricht, sollte ich vielleicht ein wenig Spanisch lernen.

Mit dem Ziel sich den Sonnenuntergang in Santa Monica anzuschauen lockt man, wie ihr auf unserem Gruppenfoto sehen könnt, nur wenige Jungs an. Zum Glück gibt es Chinesinnen, eine wertvolle, im eigenen Land aber bedrohte Rasse. Moment, dass führt jetzt eigentlich zu weit. Zur kurzen Erklärung sei gesagt, dass Einkindpolitik und Männerwahn zu einer Frauenknappheit in China geführt haben. Das greift im Land der unbegrenzten Möglichkeiten allerdings nicht – müsste mir den Sonnenuntergang ja dann auch alleine ansehen. Santa Monica ist in jedem Falle einen Ausflug wert und bietet von der Steilküste aus einen tollen Blick über die Bucht von Los Angeles. Neben einem Pier mit Riesenrad, gibt es eine piekfeine Einkaufspromenade und einen kilometerlangen Sandstrand, der an den von Malibu grenzt.

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