Sonntag, 11. Oktober 2009

Oktoberfest

Ich muss schon sagen, ein besonderes Wochenende liegt hinter mir. Wer hätte das gedacht: Ein Oktoberfest unter Palmen. In meiner „College Group“ von der Kirche, die ich besuche, wurde schon seit August geplant ein Oktoberfest auszurichten. Am Samstag war ich aber dann doch überrascht, wie begeistert Amerikaner ein anderes Land und seine Kultur freien können. Und mir war es schon fast peinlich, wie sie mich, als einzigen Deutschen bei unserer Party, hochleben ließen. Der Garten in dem wir gefeiert haben war mit deutschen Flaggen geschmückt und einige Gäste hatten sich in traditionelle Kleidung geworfen: Dirndl und Lederhosen durften einfach nicht fehlen. Als historische Figur war sogar ein Martin Luther unter uns.

Von Anfang an wollten wir auch Musik und Tanz bei unserem Oktoberfest haben. Für dieses Unterfangen hatte unser Pastor eine Musikgruppe organsiert, die auf Polka spezialisiert ist. Es gibt gerade in Orange County einige deutsche Vereine, die die Bräuche und Feste aus der alten Heimat zelebrieren. Die Mutter des älteren Herren, der uns die Tanzschritte beigebracht hat, hat tatsächlich in Karlsruhe gewohnt bevor sie ausgewandert ist. Wie klein ist die Welt! Als Tanzfläche diente uns ein Hartplatz, der normalerweise zum Volleyball- oder Basketballspielen genutzt wird. Dann ging es auch schon los und wirklich alle haben sich getraut und zu den Klängen des Akkordeons das Tanzbein geschwungen. Ich muss zugeben, es hat sehr viel Spaß gemacht.

Zu essen gab es jede Menge Bratwurst mit Kartoffel- oder Krautsalat und eine große Auswahl an Nachtisch. Lecker sage ich euch – Käsekuchen, Schokoladentorte und Apfelstrudel! Das Getränk der Wahl war dafür nicht so mein Geschmack. Anstelle von richtigem Bier hatten wir ein Fass „Root Beer“ zum Anstich bereit. Das s.g. Wurzelbier ist eine Art Malzbier; ziemlich süß aber dafür alkoholfrei. Dieses Gesöff diente als Grundlage für unser Wetttrinken. Die Teilnahme daran blieb mir verschon, ich durfte aber auf Deutsch bis drei zählen und dann wurde kräftig geschluckt. Ich habe mich riesig amüsiert und war doch sehr stolz ein Deutscher zu sein!

1 Kommentar:

  1. Jo mei, des hört sich fei nach ner riesn Gaudi an...
    Ich war auch gerade in Bayern und habe beim Umsteigen in München noch die letzten Zuckungen des Oktoberfestes mitbekommen... naja, die hatten echtes Bier :-(

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