Mittwoch, 11. November 2009

Veterans Day

Am 11. November 1918 endete der erste Weltkrieg und ließ verwüstete Schlachtfelder und abertausende gefallener und verwundeter Soldaten zurück. In den USA wird der Jahrestag des Versailler Vertrags bis heute als „Veterans Day“ gefeiert. In Fullerton findet dazu traditioneller Weise eine Parade und eine feierliche Kranzniederlegung statt. Da ich mehr über Amerika lernen möchte, war ich mit unter den Zuschauern. Alle fünf Waffengattungen des US-Militärs waren durch je eine Einheit aus Rekruten vertreten, wie ihr sie auf dem Foto (siehe oben) sehen könnt. Dazu spielte eine Marschkapelle, eine Staffel historischer Jagdbomber donnerte über unsere Köpfe hinweg und Salutschüsse ehrten Amerikas Soldaten. Viele Veteranen im Seniorenalter waren gekommen, um bei der Parade mit dabei zu sein oder gefallenen Kammeraden zu gedenken. Bei aller Glorifizierung ist es doch wichtig an die Aufopferung der gedienten Soldaten und ihrer Familien zu erinnern. Ganz aktuell haben die Kriege im Irak und in Afghanistan für 1 Million neue Veteranen gesorgt. Auch wenn keine feindliche Kugel sie traf, kommen sie mit seelischen Wunden zurück aus dem Einsatz und die amerikanische Gesellschaft muss in der Lage sein diese Menschen aufzufangen. Dies wurde in einer flammenden Rede deutlich gemacht.

Nach der Zeremonie in Fullerton ging es weiter nach Yorba Linda. Das ist weniger ein Frauenname, als der Geburtsort von Richard Nixon. Das war immerhin der 37. Präsident der Vereinigen Staaten. Jedenfalls war am Veterans Day der Eintritt in die „Richard Nixon Library“ frei und wir haben davon Gebrauch gemacht. Der Komplex umfasst Richard Nixons Geburtshaus, ein Museum, Veranstaltungsräume, eine Bibliothek und einen Garten, in dem das Ehepaar Nixon beerdigt ist. Da in Nixons Präsidentschaft die erste Mondlandung stattfand, gibt es jetzt zum 40. Jahrestag eine Sonderausstellung zu den Apollo-Missionen. Das hat mich besonders interessiert. Außerdem kann man ein Segment der Berliner Mauer besichtigen und die Geschenke, die die USA während seiner Amtszeit von anderen Staatsoberhäuptern erhalten haben. Auf dem Foto seht ihr mich vor dem Original des Präsidentenhubschraubers, in dem Nixon persönlich gesessen hat. Das ist derselbe Helikopter, in dem er nach seinem Rücktritt den Abflug gemacht hatte. Seinen Stuhl musste er wegen der s.g. Watergate-Affäre räumen. Der Präsident musste eingestehen, dass er Büros der gegnerischen demokratischen Partei hatte abhören lassen. Politik kann spannend sein ;-)

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