Sonntag, 1. November 2009

Von Klausuren und Kürbissen

Es ist Sonntagabend gegen 10 Uhr und ich bin gerade von meiner „College Group“ meiner Kirche in Fullerton zurück nach Hause gekommen. Das war ein schöner Abend mit Andacht, Lobpreis und viel Spaß mit Freunden. Das motiviert mich für die neue Woche und die Klausuren, die auf mich zukommen. Über das Wochenende habe ich jede freie Minute im Bus oder vor dem Einschlafen genutzt, um mich durch Texte über Stadtentwicklung und meteorologische Einflüsse auf Baseballstadien zu lesen. Das ist gar nicht so langweilig, wie es vielleicht klingen mag und so bin ich auch nicht frühzeitig eingeschlafen. Montag und Mittwoch steht jeweils eine Midterm-Prüfung an. Letzte Wochen habe ich schon mal das Examen im Fach „Mechanics of Materials“ gut hinter mich gebracht und nehme davon noch ein wenig Rückenwind in die neue Woche mit. Das war ein kleiner Meilenstein, weil ich mit der Statik eine Weile auf Kriegsfuß stand.

Unsere Gruppe von der International Christian Fellowship

Als Ausgleich zum Büffeln stand dieses Wochenende aber auch einiges auf dem Programm, schließlich war Halloween angesagt. Eine großartige Gelegenheit für Studenten zu feiern und Themenpartys zu organisieren. Anstelle von Geistern und Friedhof, haben wir uns beim christlichen Studententreff am Freitag (siehe Foto oben) auf Kürbisse und Bauernhof spezialisiert. Das ganze war eine nette Harvest Party, bei der wir Kürbisse ausgehöhlt und Spiele miteinander gespielt haben. Ein Erntefest also, bei dem reichlich Essen nicht fehlen durfte. In unserer Nachbarschaft in Anaheim waren derweil alle fleißig dabei alles für Samstag vorzubereiten. Hier auf diesen Bilder könnt ihr sehen, wie kreativ die Dekorationen im Vorgarten aussehen können:


Weil Halloween aus einer alten katholischen Tradition entstammt, bei der der Toten gedacht wurde, durften Grabstätten und Skelette als gestalterische Elemente nicht fehlen. Alles das wurde aufgebaut, um die Kinder am Samstagabend auf ihrer Süßigkeiten-Tour auf gruselige Weise zu begrüßen. Nach Sonnenuntergang zogen die verkleideten Kids dann um die Häuser und kamen auch an unsere Haustüre. Da gab es tapfere Piraten, kleine Superhelden und Prinzessinnen natürlich. Sogar ein Hund kam verkleidet – als geschälte Banane. Wir hatten ein Stroboskop auf der Veranda und sorgten damit für eine Art Blitzgewitter. Nachdem die Kinder ihren Spruch „Trick or Treat“ gesagt hatten, bekamen sie eine Süßigkeit. Wir hatten echt viel Spaß und ich hatte die Möglichkeit alle Nachbarn kennen zu lernen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen